Ende einer Ära – Quartalszahlen von Alibaba, Tencent und Netease

19. August 2022

Alibaba, Tencent und Netease Quartalszahlen

Heldentaten waren nicht erwartet worden von Chinas Internetriesen Alibaba, Tencent und Netease in dieser Berichtssaison. Die Erinnerung an den Shanghai Lockdown von Ende März bis Anfang Mai mit seinen verheerenden Auswirkungen von COVID-Zero Maßnahmen auf Lieferketten, Produktion und nicht zuletzt Verbrauchersentiment sind allen noch gut in Erinnerung. Selbst durch den ganzen Mai hinweg galten weiterhin stark restriktive Bestimmungen, die ein Aufflackern wirtschaftlicher Aktivitäten weiterhin behinderten.

Der Juni war im zweiten Quartal die einzig wirklich produktive Phase mit dem Highlight des “618” Ecommerce Festivals am 18. Juni, der ja auch der Geburtstag von JD.com ist. Geburtstagslaune kam dennoch nicht auf. Deswegen geht es in dieser Runde eher darum zu beweisen, dass man als Technologieunternehmen auch diese schwierigen Phasen überstehen kann, indem man Kosten reduziert und sich auf das Kerngeschäft fokussiert. Ein optimistischer Ausblick auf das dritte Quartal sollte ebenfalls helfen, die Gemüter zu beruhigen. Schauen wir uns das mal im Einzelnen an.

Alibaba Aktie – Quartalszahlen

Die Alibaba Group Holding Limited hat am 3. August ihre Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2023 bekannt gegeben. Um es gleich vorwegzunehmen: sie sind besser als von Analysten erwartet ausgefallen, sowohl beim Umsatz als auch dem Gewinn – natürlich auch deswegen, weil zum großen Teil die Erwartungen, wie eingangs erwähnt, sehr niedrig waren.

Alibaba erzielte im ersten Quartal einen Gesamtumsatz von 205 Milliarden CNY (31 Milliarden Dollar), nahezu identisch mit dem Vorjahresquartal. Damit gab es zum ersten Mal in der Geschichte von Alibaba als gelistetes Unternehmen kein Umsatzwachstum! Der Non-GAAP Nettogewinn lag bei 30 Milliarden CNY (4,5 Milliarden Dollar), ein Rückgang von 30 Prozent im Jahresvergleich.

Das inländische Ecommerce Geschäft des Unternehmens, das circa 69 Prozent des Umsatzes von Alibaba ausmacht, verzeichnete sogar einen Rückgang um 1 Prozent. Aber selbst im kriselnden Ecommerce Segment gab es zwei Lichtblicke: den Direktverkauf und das Ecommerce Großhandelssegment. Das Direktvertriebsgeschäft von Alibaba umfasst Offline-Supermärkte wie Sun Art, Tmall Supermarket und Freshippo. Der Direktverkauf erzielte ein Umsatzwachstum von acht Prozent im Jahresvergleich, während der Großhandel im Jahresvergleich einen Anstieg des Umsatzes um 26 Prozent verzeichnete. Das Großhandelsgeschäft brummt, weil Alibaba sich jetzt auch auf das attraktive Duty-Free Business fokussiert hat: Chinesen können nicht mehr ins Ausland reisen und stürmen deshalb die lokalen Duty-Free Läden wie einst DDR-Bürger den Intershop. Der Direktverkauf und der chinesische Ecommerce Großhandel zusammen machen mittlerweile fast die Hälfte der inländischen Ecommerce Einnahmen von Alibaba aus und haben mit ihren Steigerungsraten letztlich verhindert, dass Alibaba ein negatives Umsatzwachstum zu vermelden hätte.

Das Wachstum im Cloud-Geschäft von Alibaba hat sich im Juni Quartal stark verlangsamt und wuchs nur noch mit zehn Prozent, verglichen mit einem Wachstum von 29 Prozent im Vorjahresquartal. Dies war einst das bedeutendste Geschäftssegment des Unternehmens. Die Verlangsamung wird vom Management mit COVID aber auch immer noch mit dem Verlust von TikTok als großen Kunden begründet. Mit derart niedrigen Wachstumsraten ist Alibaba weit weg von einer dominanten Stellung im chinesischen Cloud-Geschäft. Zudem macht diese Sparte derzeit nur neun Prozent des Umsatzes aus.

Besonders erfreulich: Trotz des nachlassenden Ecommerce Geschäfts erzielte das Unternehmen im letzten Quartal einen Free Cashflow von 22 Milliarden CNY (3,3 Milliarden Dollar), was einer FCF-Marge von 11 Prozent entspricht. Satte 26 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln liegen derzeit noch auf Alibabas Konten. Alibaba gibt einen großen Teil des freien Cashflows für den Rückkauf seiner Aktien aus. Im April erhöhte Alibaba sein Budget für Aktienrückkäufe von 15 Milliarden Dollar auf 25 Milliarden Dollar bis zum März 2024. Allein im letzten Quartal kaufte Alibaba Aktien im Wert von 24 Milliarden CNY (3,6 Milliarden Dollar) zurück. Weitere 12 Milliarden Dollar stehen noch zur Verfügung.

Das Management hat keine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2023 abgegeben, aber es wird ein Umsatzwachstum von acht Prozent in diesem und 13 Prozent im nächsten Jahr erwartet. Die Alibaba-Aktie hat im letzten Quartal beständig zwischen 80 Dollar und 120 Dollar geschwankt und ist heute mit 90 Dollar immer noch sehr günstig bewertet. Sie liegt mehr als 70 Prozent unter ihrem Höchststand vom Oktober 2020. Wir sind optimistisch, dass mit Kostenreduzierungen und Effizienzsteigerungen, wie vom Management im Earnings Call angekündigt, die Margen wieder verbessert werden können, insbesondere dann, wenn China nach dem Parteikongress im November aus seinem Dornröschenschlaf erwacht.

Tencent Aktie – Quartalszahlen

Wer wissen wollte, wie schlecht es wirklich um Chinas Wirtschaft bestellt ist, brauchte sich am Mittwoch nur den Quartalsbericht von Tencent anschauen. Zum ersten Mal seit dem IPO im Jahre 2004 gab es einen Umsatzrückgang, und zwar von 3 Prozent auf 134 Milliarden CNY (20 Milliarden Dollar). Der einzige Trostpreis ist vielleicht, dass dies von Analysten erwartet worden war. Das Umsatzwachstum verlangsamt sich nun schon seit acht Quartalen in Folge. Insbesondere der dramatische Einbruch bei den Einnahmen aus Online Werbung war für die schlechte Performance verantwortlich – sie fielen um ganze 18 Prozent. Tencent erwirtschaftete im Berichtszeitraum ein operatives Ergebnis in Höhe von 30 Milliarden CNY (4,5 Milliarden Dollar) (-14 Prozent YoY), im Vorquartal hatte es noch bei 37 Milliarden CNY (5,5 Milliarden Dollar) gelegen. Damit fiel auch die operative Marge des chinesischen Internetriesen im gleichen Zeitraum auf 22 Prozent. Im Quartal zuvor waren es noch 27 Prozent gewesen, im Vorjahr sogar 38 Prozent. Der bereinigte Nettogewinn von 28 Milliarden CNY (4,2 Milliarden Dollar) lag etwa 15 Prozent über den Erwartungen der Analysten.

Das wertvollste Unternehmen Chinas hat über 5500 Stellen oder fast 5 Prozent seiner Belegschaft abgebaut. Das ist der erste große Personalabbau seit 2014. Die massiven Kosteneinsparungen haben dazu geführt, dass das bereinigte EBITDA auf 50 Milliarden CNY (7,5 Milliarden Dollar) anstieg. Im vorherigen Quartal waren es nur 46 Milliarden CNY (6,7 Milliarden Dollar) gewesen. Oder anders ausgedrückt: Das EBITDA stieg von 34 Prozent im ersten Quartal 2022 auf 36 Prozent im letzten Quartal.

Aber nicht nur das Geschäft mit der Onlinewerbung läuft schleppend. Besonders beim Gaming bereitet Peking Tencent weiterhin Kopfschmerzen. Obwohl die Aufsichtsbehörden die Genehmigung von Spielen im April nach einer monatelangen Pause wieder aufgenommen haben, hat Chinas führender Spieleentwickler dieses Jahr noch keinen einzigen Zuschlag für einen Titel erhalten. Laut Analysten von China Renaissance vom Juli hat Tencent im zweiten Quartal nur drei Handyspiele auf den Markt gebracht. Im Moment muss Tencent auf alternde Cash Cows wie Honor of Kings setzen, um sein lukrativstes Geschäft anzukurbeln. Gleichzeitig kommen Wettbewerber mit neuen Hits wie Genshin Impact und Diablo Immortal (siehe Netease unten) auf den Markt. Während des Earnings Call ließ das Management dazu nur verlauten:

„Bei Spielen glauben wir, dass die Herausgabe der neuen Lizenzen 版号 der gesamten Branche helfen sollte, das Wachstum im Laufe der Zeit zu erneuern. Wir erwarten, neue Lizenzen in Zukunft zu erhalten, was unserem heimischen Spielegeschäft zugute kommen sollte.“

Tencent wird als Chinas größter Corporate Venture Capitalist neben Alibaba schrumpfen –auf Druck des chinesischen Marktregulierers und Anti-Monopol Watchdog SAMR. Das Unternehmen, das sich einst auf ein riesiges Portfolio von Investitionen stützte, das Hunderte von Firmen umfasste, um neue Märkte und Synergien zu schaffen, hat seit letztem Jahr signalisiert, dass es mit dem Verkauf von Anteilen an den großen bereits gelistetet chinesischen Internetplattformen beginnen werde. JD.com und SEA Limited waren hier sicher nur der Anfang. Dieser Tage wurde von Reuters und Wall Street Journal berichtet, dass auch ein Verkauf der Anteile an Meituan sondiert wird. Tencent hat diese Presseberichte aber im Earnings Call am Mittwoch als “unwahr” zurückgewiesen. Insgesamt wird der Wert dieser Holdings jetzt auf 601 Milliarden CNY (90 Milliarden Dollar) angesetzt.

Einen detaillierten Ausblick auf das Gesamtjahr 2022 gibt Tencent traditionell nicht. Die Tencent-Aktie stieg am Morgen nach der Veröffentlichung der Zahlen um 3 Prozent und schloss bei 313 Hongkong Dollar. Ähnlich wie Alibaba liegt Tencent angeschlagen mit 60 Prozent unter seinem historischen Höchststand vom Februar 2021. Mehr als 550 Milliarden Dollar sind seitdem durch die Tech-Regulierung an Marktwert zerstört worden. Morgan Stanley sieht den Zielpreis bei 400 Hongkong Dollar. Ähnlich wie bei Alibaba muss man aber ebenfalls hervorheben, dass Tencent weiterhin eine echte Cash Cow ist und trotz aller Widrigkeiten einen freien Cashflow von 22 Milliarden CNY (3,3 Milliarden Dollar) generierte, verglichen mit 15 Milliarden CNY (2,2 Milliarden Dollar) im ersten Quartal von 2022 und auch 30 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch Tencent sitzt auf liquiden Mitteln von mehr als 24 Milliarden Dollar. Wir werden insbesondere ein Auge darauf haben, welche Fortschritte bei der Monetarisierung der Video Accounts innerhalb von Wechat gemacht werden und wie sich die strategische Verteilung der Lizenzen “Banhao” zugunsten von Tencent entwickelt. Denn mit Blick auf Netease (siehe unten) sehen wir, dass frische Videospieltitel am Ende eine Menge ausmachen können. So oder so sieht die Aktie mit einem historisch niedrigen KGV von 13 (2023e) sehr attraktiv aus.

James Mitchell, Chief Strategy Officer von Tencent, sagte im Earnings Call, dass mit den jetzigen Initiativen bei der Kostenkontrolle das jährliche Gewinnwachstum in den kommenden Quartalen zurückkehren wird, „selbst wenn unsere Einnahmen so bleiben wie jetzt“. Genau darauf wird es in der zweiten Jahreshälfte ankommen, solange keine absolute Gewissheit zu den fragilen Makrobedingungen einkehrt.

Netease Aktie – Quartalszahlen

Dass es auch anders geht, hat gestern Netease gezeigt. Chinas zweitgrößter Videospielentwickler und -betreiber hat nämlich erstaunlich gute Zahlen vorgelegt. Hier die Highlights: 

  • Die Nettoeinnahmen beliefen sich auf 23,2 Milliarden CNY (3,5 Milliarden Dollar), eine Steigerung von 12,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dass das Umsatzwachstum im Vorquartal noch bei 14,8 Prozent lag, soll den Erfolg an dieser Stelle nicht schmälern.
  • Der Bruttogewinn betrug 12,9 Milliarden RMB (1,9 Milliarden Dollar), eine Steigerung von 15,7 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2021. 
  • Entsprechend enttäuscht auch der Gewinn nicht: der Non-GAAP-Nettogewinn belief sich auf 5,4 Milliarden CNY (808 Millionen Dollar), 28 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

 

Dass Netease mit diesen Zahlen in jeglicher Hinsicht alle Analystenerwartungen übertroffen hat, versteht sich von selbst. Wie kommts? Einnahmen aus Spielen und zugehörigen Mehrwertdiensten machen bei Netease fast 80 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Und hier hat Netease trotz der schwierigen Makrobedingungen um 15 Prozent zugelegt. Neue populäre Titel und eine voranschreitende Internationalisierung des Spielegeschäfts haben geholfen, die Schwierigkeiten im schwächelnden Heimatmarkt auszugleichen. Beliebte Titel wie “Naraka: Bladepoint” sind im Juni als Xbox Version erschienen. Das gemeinsam mit Blizzard Entertainment entwickelte “Diablo Immortal” feierte sein Debüt auf dem globalen Markt und führte in mehreren Regionen die iOS-Download Charts an. Die hauseigenen Studios in Kanada, USA und Japan liefern also.

Seit Tencent Music auf Druck des Marktregulierers SAMR hin sein Quasi-Monopol über Lizenzrechte im chinesischen Markt aufgeben musste, geht es bei Neteases Musiksparte “Cloud Music” stramm aufwärts. Zwar macht diese bisher nur 10 Prozent vom Gesamtumsatz aus, aber wenn sie wie im letzten Quartal weiter mit 29 Prozent wächst, ist hier einiges an “Musik” drin.

Einzig die Technologie-Sparte für “intelligentes Lernen” –Youdao –enttäuschte. Der Umsatzrückgang von 26 Prozent war hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass seit Juli letzten Jahres außerschulische Nachhilfedienste für akademische Fächer im Rahmen des chinesischen Pflichtschulsystems verboten wurden. Der Fokus gilt jetzt ganz seinen “Smart Learning Devices”, STEAM-Kursen (STEM plus Arts) sowie Erwachsenen- und Berufskursen.

Wer im Geschäft so zulegt, braucht anscheinend auch nicht so harte Kostenreduzierungen einführen, wie sie bei Alibaba und Tencent notwendig wurden. Die gesamten Betriebsausgaben für das zweite Quartal 2022 beliefen sich auf 8 Milliarden CNY (1,2 Milliarden Dollar), verglichen mit 7,4 Milliarden CNY im zweiten Quartal 2021. Der Anstieg war hauptsächlich auf höhere Marketingausgaben für Spiele, höhere Personalkosten und Investitionen in Forschung und Entwicklung zurückzuführen. Zur Feier des Tages hat der Vorstand für das zweite Quartal eine Dividende von 0,072 Dollar pro Aktie (bzw. 0,3600 Dollar pro ADS) genehmigt.

Netease erzielte im Berichtszeitraum einen operativen Cash-Flow in Höhe von 6,6 Milliarden CNY (990 Millionen Dollar). Im Vorjahr waren es noch 4,7 Milliarden Dollar gewesen. Die verfügbaren Barmittel sind deswegen weiter angestiegen und liegen nun bei soliden 2,4 Milliarden Dollar. Man hätte denken sollen, dass Anleger erfreut auf diese Zahlen reagiert hätten. Aber weit gefehlt: Direkt nach Eröffnung des Marktes fiel die Netease Aktie an der Nasdaq um fast 7 Prozent auf 85 Dollar. Wir sehen das als nicht angemessen und glauben an eine positive Entwicklung. Netease hat bewiesen, dass sie auch ältere Titel weiter stark monetarisieren können und eine prominente Pipeline an neuen Titeln in der Hinterhand halten. Und wie bei Tencent wird in der zweiten Jahreshälfte erwartet, dass auch Netease eine der begehrten Lizenzen (“Banhao”) für neue Spiele erhalten wird.

Ausblick zur Alibaba, Tencent und Netease Aktie

Auch wenn Netease klar besser als Tencent und Alibaba das Lockdown-Quartal bewältigt hat, so dürfte trotzdem feststehen, dass für alle drei Aktien eine vollständige Wiedereröffnung der chinesischen Wirtschaft ein großer Katalysator wäre und eine Rückkehr zu neuem Umsatzwachstum ermöglichen könnte. Leider gibt es dafür keinerlei Anhaltspunkte, wie wir dieser Tage auf der südchinesischen Badeinsel Hainan und seinem Lockdown beobachten dürfen. Dort sitzen 80.000 Touristen fest. Lust auf Reisen und Konsum macht so etwas nicht. Derzeit geht man davon aus, dass erst ab Jahresmitte 2023 ein Ende von COVID-Zero zu erwarten ist. Erst einmal steht noch der 20. Parteikongress der KP China im November an, gefolgt von der jährlichen Sitzung des Nationalen Volkskongresses im März 2023. Aber COVID ist ja auch nicht das einzige Problem, mit dem sich chinesische Unternehmen herumschlagen müssen. Da wäre ja noch die Krise des Immobiliensektors, die mittlerweile auch dafür gesorgt hat, dass das wichtige Verbrauchersentiment arg in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Chinesen haben Angst vor der Zukunft. Arbeitslosigkeit, insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit der 16- bis 24-Jährigen, die mittlerweile schon bei 20 Prozent liegt, ist ein riesiges Thema. Ja, die Chinesen sparen wieder. Zu guter Letzt spielt jetzt auch das Wetter nicht mehr mit. China hat in weiten Landesteilen Höchsttemperaturen zu vermelden wie seit 60 Jahren schon nicht mehr. Wichtige Energielieferanten wie die Provinz Sichuan mit ihren großen Wasserkraftwerken können kaum noch Strom liefern, weil der Wasserstand der Flüsse und Reservoirs in dieser Dürreperiode zu sehr zurückgegangen ist. Da haben Privathaushalte Vorrang und strategisch wichtige Zuliefererbetriebe wie Batteriehersteller CATL oder Apple Hauslieferant Foxconn müssen seit kurzem ihre lokale Produktion einstellen. Das einzige Trostpflaster: Lediglich an der Regulierungsfront ist es einigermaßen still geworden. Hoffentlich bleibt das so.

Disclaimer

China Digital Leaders und/oder der Autor und/oder verbundene Personen oder Unternehmen besitzen Anteile von Alibaba, Tencent und Netease. Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar. Bitte beachte die rechtlichen Hinweise.

Mirko Wormuth

Mirko Wormuth

Mirko war 23 Jahre lang in China als Anwalt und Unternehmer tätig. Zuletzt war er Global Head of HR für das chinesische EV Startup BYTON in Nanjing. Davor lagen seine unternehmerischen Tätigkeiten im Bereich des chinesischen E-Commerce und Einzelhandels. Seit 2020 managt Mirko den auf die chinesische Digitalisierung spezialisierten “China Digital Leaders” Fonds.

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