Investieren in Cybersecurity-Aktien: Chancen und Risiken

23. Mai 2024

Investieren in Cybersecurity

Welche Aktien bieten die besten Werte in Bezug auf Wachstum, Profitabilität und Bewertung, wenn man in Cybersecurity-Aktien investieren möchte? Diesen Fragen gehen wir im dritten Teil unserer Serie nach. Zunächst analysieren wir die größten Cyber-Security-Spezialisten. 

Im dritten Teil unserer Serie kommen wir zur Analyse der einzelnen Unternehmen und bewerten die Attraktivität der wichtigsten Cybersecurity-Aktien als Investments. Wir gehen von unserer Liste der 22 wichtigsten Player aus, die wir in den ersten beiden Teilen der Serie vorgestellt haben. Diese haben wir um die Generalisten Microsoft, Cisco, IBM und Broadcom bereinigt, um uns auf die reinen Cybersecurity-Spezialisten zu konzentrieren. Dabei vergleichen wir die Unternehmen auf der Grundlage von Fundamentaldaten wie Bewertung, Wachstum und Rentabilität und geben Hinweise, worauf Anleger bei der Einzeltitelanalyse achten sollten, wenn sie in Cybersecurity-Aktien investieren wollen. Zunächst blicken wir auf die größten Spezialisten Okta, Cyber Ark, CrowdStrike, Palo Alto Networks und Fortinet. Im letzten Teil der Serie gehen wir dann auf die Unternehmen aus der zweiten Reihe ein. 

Im ersten Teil unseres Deep Dives hatten wir den adressierbaren Markt für Cyber-Sicherheit bestimmt, bevor wir im zweiten Teil auf die wichtigsten Wachstums-Cluster der Branche eingegangen sind.  

1. Cybersecurity-Aktien: Der Markt aus der Vogelperspektive

Bevor wir uns mit den Investitionsmöglichkeiten in einzelnen Cybersecurity-Aktien befassen, werden wir zunächst untersuchen, wie der Sektor als Ganzes im Vergleich zu seinen historischen Fundamentaldaten abschneidet und wie das aktuelle Marktumfeld aussieht. Wir haben die Bewertung, das Umsatzwachstum und die Rendite des freien Cashflows der durchschnittlichen Aktien im Cybersicherheitssektor der vergangenen fünf Jahre analysiert.

Bewertung: Enterprise Value / Sales

Investieren in Cybersecurity Aktien Enterprice Value Sales
Daten per 31.04.2024; Quelle FactSet

Gemessen an den vergangenen fünf Jahren liegt die Bewertung des Sektors am unteren Ende der Spanne. Das zeigt der obere Chart zur Entwicklung des Enterprise/Sales-Verhältnisses. Im Jahr 2021, auf dem Höhepunkt des Post-COVID-Tech-Hypes, wurde der Sektor im Schnitt mit einem EV/Sales von 20 gehandelt. Während des Ausverkaufs im Technologiesektor, der Ende 2021 begann und bis Mitte 2023 andauerte, sank diese Bewertung auf etwa 7. Seitdem hat sich das Verhältnis zwischen Unternehmenswert und Umsatz auf knapp unter 10 erholt.

Gesamtumsatz: Millionen Dollar

Investieren in Cybersecurity Aktien Enterprice Total Sales
Daten per 31.04.2024; Quelle FactSet

Wie aus der oberen Abbildung hervorgeht, ist der Gesamtumsatz der Cybersicherheitsunternehmen seit 2016 kontinuierlich gestiegen. Wir hatten im zweiten Teil unserer Serie die 22 wichtigsten gelisteten Cybersecurity-Unternehmen identifiziert, berücksichtigen für die Marktanalyse im folgenden jedoch nur die 18 Pure-Play Unternehmen (d.h. ohne Microsoft, Cisco, IBM und Broadcom). Deren Gesamtumsatz stieg in den vergangenen acht Jahren von 2,5 Milliarden USD auf knapp 10 Milliarden Dollar. Interessanter und relevanter für Anleger ist jedoch das realisierte und prognostizierte Umsatzwachstum des Sektors, das sich seit Anfang 2022 fast halbiert hat und von 28 Prozent auf rund 15 Prozent gesunken ist. Mit der Verlangsamung des Umsatzwachstums verschärft sich der Wettbewerb in diesem Sektor. Wie ist es also um die Fähigkeit der Unternehmen bestellt, Wachstum und Profitabilität im aktuellen Marktumfeld zu liefern?

Umsatz-Wachstum: Prozent

Investieren in Cybersecurity Aktien Enterprice Sales Growth
Daten per 31.04.2024; Quelle FactSet

Ähnlich wie viele andere Software-Firmen erfreuen sich Cybersecurity-Unternehmen enormer Bruttomargen, die im Durchschnitt bei 75 Prozent liegen. Unternehmen, die ein Umsatzwachstum erzielen, können die Auswirkungen ihrer Fixkosten reduzieren, was die Rentabilität und ihre Fähigkeit, freien Cashflow zu generieren, drastisch erhöht. Auch wenn der Wert stark schwankt, ist der Aufwärtstrend beim freien Cashflow bemerkenswert, wie aus der unteren Grafik hervorgeht.

Überraschenderweise ist es den Unternehmen auch im derzeitigen wettbewerbsintensiven Marktumfeld gelungen, ihre freien Cashflow-Margen auf ein Allzeithoch zu steigern. Unternehmen, die Marktanteile gewinnen, sind in der Lage, ihre Preise zu erhöhen und damit ihre Rentabilität zu verbessern.

Durchschnittlicher freier Cashflow: Millionen Dollar

Investieren in Cybersecurity Aktien Average Free Cashflow
Daten per 31.04.2024; Quelle FactSet

Free Cashflow Yield: Prozent

Investieren in Cybersecurity Aktien Average Free Cashflow Yield
Daten per 31.04.2024; Quelle FactSet

2. Kern-Fundamentals beim Investieren in Cybersecurity-Aktien

In den ersten beiden Teilen unserer Analyse haben wir die langfristig positiven Aussichten für den Cyber-Sicherheitssektor skizziert. Wie übersetzt sich das in ein strategisches Anlagethema für Anleger, die auf der Suche nach den Outperformern sind? Nicht alle der 18 Unternehmen werden gewinnen, und selbst einige der profitabelsten und größten sind derzeit auf Perfektion bewertet. Ein Investment in Cybersecurity-Aktien birgt also auch bei den Marktführern ein erhebliches Kursrisiko. Wie bei allen Aktien-Investments kommt es nicht nur auf Profitabilität und Wachstum an, sondern auch auf die Bewertungen.

Bei der Bewertung können wir sie grob in drei Gruppen einteilen. Die erste Gruppe umfasst teure Unternehmen mit einem erwarteten EV/Sales-Verhältnis von über 10. Diese umfasst die bekannten Namen Crowdstrike, Cloudflare, Palo Alto, Zscaler und CyberArk Software. Unternehmen wie Qualys, Varonis Systems, Fortinet, Darktrace Check Point, Okta und Informatica sowie Tenable Holdings weisen EV/Sales-Werte von zwischen fünf und zehn auf. Es folgen relativ moderat bewertete Unternehmen mit einem EV/Sales von unter 5. Sie besteht überwiegend aus kleineren Unternehmen. Es fällt auf, dass die teuerste Gruppe die größten Firmen umfasst. Das spiegelt die Struktur des US-Aktienmarkts wider, bei dem Large Caps eine Bewertungsprämie gegenüber kleineren Firmen aufweisen. 

Welche fundamentalen Faktoren bestimmen die Bewertungen im derzeitigen Marktumfeld? Dafür haben wir die Korrelation zwischen dem Verhältnis zwischen EV/Sales und verschiedenen fundamentalen Variablen berechnet. Unsere Analyse zeigt, dass die Bewertung nur in geringem Maße durch Gewinnrevisionen und Profitabilität beeinflusst wird; der wichtigste Faktor ist das erwartete Umsatzwachstum mit einer Korrelation von fast 80 Prozent. Dies ist nicht überraschend, wenn man die derzeitige Verlangsamung des Umsatzwachstums bedenkt. Auf dem Aktienmarkt wird Knappheit immer mit einem Aufschlag bewertet.

Investieren in Cybersecurity Aktien Tabelle 1
Daten per 31.04.2024; Quelle FactSet

Bewertung versus Qualität

Investieren in Cybersecurity-Aktien Valuation vs. Quality
Daten per 31.04.2024; Quelle FactSet

3. Hohe Erwartungen und Risiken

Bei der Analyse der Kursreaktionen auf die jüngsten Quartalszahlen konnten wir feststellen, dass fast alle Aktien ihre Gewinnprognosen übertroffen haben. Die Prognosen für das nachfolgende Quartal waren jedoch im Allgemeinen negativ. Im letzten Berichtszeitraum verzeichneten die Unternehmen, die mit ihren Prognosen enttäuschten, eine negative Kursentwicklung, während diejenigen, die ihre Prognosen anhoben, eine deutliche Outperformance erzielten. Die Korrelation zwischen dem Kurseinfluss und der Guidance Surprise betrug 80 Prozent. Die Spalte Relative Value rechts in der Tabelle unten stellt ein normalisiertes Maß dafür dar, wie stark eine Aktie unter oder über der Trendlinie gehandelt wird. Ein hoher positiver Wert deutet auf eine Überbewertung hin und umgekehrt. Die Korrelation zwischen Bewertung und Kursauswirkungen ist negativ, was bedeutet, dass Aktien mit einer höheren Bewertung stärker abgestraft wurden als solche mit einer niedrigeren Bewertung.

Cybersecurity Aktien Tabelle 2
Daten per 31.04.2024; Quelle FactSet

Quartalszahlen und ihre Kursauswirkung

Investieren in Cybersecurity Earnings Announcement Price Impact
Daten per 31.04.2024; Quelle FactSet

4. Identitäts- und Zugriffsmanagement (IAM): Okta vs CyberArk

Okta

Okta reagierte mit einer Performance von fast 23 Prozent am positivsten auf die Q4 Zahlen. Obwohl das Unternehmen zu einer durchschnittlichen Bewertung gehandelt wird, weist es eine gute Rentabilität auf. Obwohl die Umsatzwachstumsrate von 10 Prozent leicht unter dem Branchendurchschnitt liegt, hat das Unternehmen eine effiziente Kostenkontrolle und überdurchschnittliche Gewinnwachstumserwartungen. Entsprechend ist die Aktie zuletzt stark gestiegen. Derzeit sind auch die Gewinnrevisionen stark. Als Marktführer im Bereich Identitäts- und Zugangsmanagement (IAM) ist Okta gut positioniert, um von einer Erholung des Sektors zu profitieren.

Die Cloud-basierte Plattform von Okta ist skalierbar und eignet sich daher für kleine Unternehmen wie für Großunternehmen aus verschiedenen Branchen. Es werden Integrationen mit zahlreichen Anwendungen und Diensten angeboten, was die Plattform für Unternehmen mit unterschiedlichen Technologie-Ökosystemen interessant macht. Fantasie verleiht der Okta-Aktie auch das Potenzial, in neue Märkte und Branchen zu expandieren, insbesondere in Regionen mit aufkommenden Initiativen zur digitalen Transformation. Allerdings steht Okta in starkem Wettbewerb mit etablierten Unternehmen wie Microsoft und IBM sowie neuen IAM-Anbietern. 

CyberArk

Das andere Unternehmen im IAM-Bereich ist CyberArk. Es ist ein führender Anbieter von PAM-Lösungen und bietet eine umfassende Suite mit Tools für die Verwaltung von Anmeldeinformationen, Sitzungsüberwachung und Risikominderung. PAM steht für Privileged Access Management und ist ein Teilbereich des IAM. CyberArk und Okta sind daher keine direkten Konkurrenten, sondern bieten vielmehr komplementäre Lösungen im Bereich der Cybersicherheit an. Sie befassen sich mit unterschiedlichen, wenn auch manchmal überlappenden Aspekten des Identitäts- und Zugriffsmanagements, wobei CyberArk sich auf die Sicherheit des privilegierten Zugriffs und Okta auf das breitere Identitätsmanagement konzentriert.

Es wird erwartet, dass der IAM-Markt aufgrund der zunehmenden Einführung von Cloud-Diensten, Initiativen zur digitalen Transformation und dem Bedarf an sicheren Fernzugriffslösungen ein erhebliches Wachstum verzeichnen wird. Okta arbeitet auf der Grundlage eines Abonnementmodells, das einen stetigen Strom wiederkehrender Einnahmen bietet und die Transparenz künftiger Cashflows erhöht. Dieses Geschäftsmodell ist für Investoren attraktiv, da es Vorhersehbarkeit und Potenzial für langfristiges Wachstum bietet.

5. Führende Unternehmen für die umfassende Cyber-Sicherheit

CrowdStrike, Palo Alto Networks und Fortinet gehören zu den führenden Cybersicherheitsunternehmen, die eine umfassende Produkt- und Dienstleistungspalette anbieten. Palo Alto Networks ist bekannt für seine Firewalls der nächsten Generation, seine Cloud-Sicherheitslösungen und seine KI-gesteuerten Funktionen zur Erkennung von Bedrohungen, die den vielfältigen Sicherheitsanforderungen von Unternehmen gerecht werden. CrowdStrike ist auf Endpunktschutz, Cloud-Workload-Sicherheit und Threat Intelligence spezialisiert und nutzt KI und maschinelles Lernen, um anspruchsvolle Cyberbedrohungen zu erkennen und darauf zu reagieren. Fortinet bietet eine breite Palette von Sicherheitslösungen, darunter Firewalls, sichere Zugangslösungen, Anti-Malware und Web Application Firewalls, die es Unternehmen ermöglichen, eine einheitliche Sicherheitsarchitektur für ihre Netzwerke, Endpunkte und Cloud-Umgebungen zu implementieren.

CrowdStrike, Palo Alto Networks und Fortinet

Auf der Habenseite stehen bei Crowdstrike einige der besten Cybersicherheitsprodukte auf dem Markt. Das sieht auch der Markt so, was zu einer Performance von über 250 Prozent bei der Crowdstrike-Aktie seit Anfang 2023 geführt hat. Mit einem EV/Sales-Verhältnis von fast 20 ist die Aktie  “auf Perfektion” gepreist. Das lässt das Renditepotenzial relativ niedrig erscheinen. Konzentrieren wir uns daher auf Palo Alto Networks und Fortinet.

Fortinet ist der engste Konkurrent von Palo Alto Networks; Produktangebote, die Marktpositionierung und die Zielkundenbasis ähneln sich. Beide Unternehmen sind führend im Bereich der Netzwerksicherheit. Palo Alto Networks ist bekannt für seine Innovation und Führungsrolle im Bereich der Cybersicherheit und verfügt über eine starke Marke, fortschrittliche Technologie und ein umfassendes Sicherheitsportfolio. Fortinet ist insbesondere für seine leistungsstarken Sicherheitslösungen und wettbewerbsfähigen Preise bekannt. 

Die hohen Preise bei Palo Alto dürften für kleinere Unternehmen ein Hindernis darstellen. Außerdem hat die Verwaltung der breiten Produktpalette seine Tücken. Fortinet hingegen hat gemischte Kritiken hinsichtlich der Qualität seines Kundensupports erhalten und genießt in bestimmten Segmenten möglicherweise nicht das gleiche Ansehen wie Palo Alto Networks.

Kommen wir zu den Fundamentals. Wir haben die Einnahmen, die freien Cashflows und die Bewertung der beiden Unternehmen untersucht. Palo Alto besticht durch die kontinuierliche Steigerung seiner Einnahmen.

Gesamtumsatz: Millionen Dollar

Cybersecurity Total Saes 8
Daten per 31.04.2024; Quelle FactSet

Weniger klar ist das Gesamtbild beim freien Cashflow, wo der Strom von Palo Alto durch übermäßige Volatilität gekennzeichnet ist. Die hohe Volatilität des freien Cashflows bei Cybersecurity-Aktien ist in erster Linie auf die erheblichen Vorabinvestitionen zurückzuführen, die für die Entwicklung und Vermarktung neuer Cybersecurity-Produkte und -Dienstleistungen erforderlich sind, sowie auf den ungleichmäßigen Zeitpunkt der Umsatzrealisierung. Zu den Hauptfaktoren für die Volatilität des freien Cashflows im Cybersicherheitssektor gehören insbesondere die hohen Forschungs- und Entwicklungskosten. Cybersicherheitsunternehmen müssen kontinuierlich hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung tätigen, um mit den sich entwickelnden Cyberbedrohungen Schritt zu halten und innovative Lösungen zu entwickeln. Diese F&E-Ausgaben sind vorbelastet und wirken sich auf den Cashflow aus, bevor die Einnahmen aus der Einführung neuer Produkte erzielt werden. 

Fusionen und Übernahmen sind ein weiterer Grund. Die Cybersicherheitsbranche ist sehr akquisitionsfreudig. Unternehmen erweitern ihr Produktportfolio und erschließen neue Märkte weniger durch organisches Wachstum. Fusionen und Übernahmen können einen erheblichen Cash-Outflow bewirken, bevor Synergien realisiert werden können.

Palo Alto ist mit 24 Transaktionen und einem Gesamtwert von 5,3 Milliarden Dollar sehr aktiv im M&A-Bereich. Demgegenüber gab es bei Fortinet nur 21 Transaktionen mit einem Gesamtwert von 250 Millionen Dollar.

Während selbst etablierte Marktführer im Bereich Cybersicherheit wie Palo Alto Networks und Fortinet trotz ihrer Größe und ihres diversifizierten Produktangebots instabile Cashflows aufweisen, neigen aufstrebende Akteure und Unternehmen, die sich in einer Phase starken Wachstums befinden, aufgrund dieser Faktoren zu einer noch höheren Volatilität des freien Cashflows.

Freier Cashflow: Millionen Dollar

Cybersecurity Free Cash Flow
Daten per 31.04.2024; Quelle FactSet

Was die Bewertung angeht, so hat Palo Alto, das zuvor mit Fortinet gleichauf oder mit einem Abschlag gehandelt wurde, Fortinet in den letzten zwei Jahren überholt und wird jetzt mit einem Aufschlag von 70 % auf den erwarteten Enterprise Value to Sales (FY1) gehandelt. Die nachstehenden Diagramme veranschaulichen die historischen Bewertungen.

Bewertung: Enterprise Value/Sales

Cybersecurity Valuation
Daten per 31.04.2024; Quelle FactSet

Mehrere positive Faktoren deuten auf eine vielversprechende Zukunft für Cybersicherheitsunternehmen hin. Es gibt eine wachsende Nachfrage nach Cloud-Sicherheitslösungen, da immer mehr Unternehmen ihre Tätigkeiten in die Cloud verlagern. Darüber hinaus erhöht die Nutzung von KI und Automatisierung für die fortschrittliche Erkennung von und Reaktion auf Bedrohungen die Wirksamkeit von Cybersicherheitsmaßnahmen. Die Expansion in aufstrebende Märkte, die einen steigenden Bedarf an Cybersicherheit haben, bietet ebenfalls erhebliche Wachstumschancen. Palo Alto Networks beispielsweise stößt in den Bereich Zero Trust Access (ZTA) vor, um sein Cloud-Sicherheitsangebot weiter auszubauen und sich für weiteres Wachstum in diesem wichtigen Bereich zu positionieren.

Beide Unternehmen verfügen über Stärken in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Partnerschaften und diversifizierte Produktlinien und haben eine breite Produktpalette. Die wachsende Cyber-Bedrohungslandschaft bietet eine Chance für die Sicherheitsangebote beider Unternehmen. Beide Aktien haben das Potenzial, den Cybersicherheitssektor zu übertreffen. Allerdings wird Palo Alto Networks derzeit mit einem deutlichen Aufschlag gegenüber Fortinet gehandelt. Anleger, die die Fähigkeit, freien Cashflow zu generieren, in den Mittelpunkt ihrer Analyse rücken, werden diesen hohen Aufschlag möglicherweise nicht für gerechtfertigt halten und wegen der niedrigeren Bewertung auf Fortinet setzen. 

Im letzten Teil unserer Serie zu Cybersecurity-Unternehmen blicken wir auf eine Auswahl an Spezialisten aus der zweiten Reihe, die wir ebenfalls anhand von fundamentalen Kriterien auf ihre Attraktivität abklopfen.

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Autor

  • Stefan Hartmann

    Stefan schaut auf eine mehr als 20-jährige Erfahrung in den Bereichen Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Derivate und Hedge Funds zurück. In seiner Tätigkeit als globaler Leiter des Quantitativen Research Teams bei ABN AMRO, hat er über 300 institutionelle Kunden in den USA, Europa und Asien zu allen Fragen des Investment Prozesses beraten. Zuvor war er 10 Jahre bei Salomon Smith Barney als Leiter des quantitativen Research Teams für Europa tätig, wo er Top Rankings in den großen Research Surveys erzielte. Stefan hat über 50 Research Veröffentlichungen zu allen Aspekten des Investment Prozesses in Aktien, festverzinsliche Wertpapiere und Währungen publiziert.

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Stefan Hartmann

Stefan Hartmann

Stefan schaut auf eine mehr als 20-jährige Erfahrung in den Bereichen Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Derivate und Hedge Funds zurück. In seiner Tätigkeit als globaler Leiter des Quantitativen Research Teams bei ABN AMRO, hat er über 300 institutionelle Kunden in den USA, Europa und Asien zu allen Fragen des Investment Prozesses beraten. Zuvor war er 10 Jahre bei Salomon Smith Barney als Leiter des quantitativen Research Teams für Europa tätig, wo er Top Rankings in den großen Research Surveys erzielte. Stefan hat über 50 Research Veröffentlichungen zu allen Aspekten des Investment Prozesses in Aktien, festverzinsliche Wertpapiere und Währungen publiziert.

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