KI, Strom, digitale Assets: Die Performance-Treiber des The Digital Leaders Fund

5. September 2025

Editorial The DLF Aktien Blog

KI, die explodierende Stromnachfrage und die Stablecoin-Revolution – drei Themen, die in der nächsten Zeit eine große Rolle im The DLF spielen werden. Wie wir zu unserer These kommen.

Die Zahlen der S&P-500-Unternehmen für das zweite Quartal sind sehr gut ausgefallen. 81 Prozent meldeten höhere Gewinne, als Analysten im Durchschnitt erwartet hatten. Auch die Gewinnschätzungen für das laufende Quartal und für das Gesamtjahr wurden nach oben korrigiert. Weder Tarifsorgen, Inflationsängste noch ausufernde Staatsausgaben spiegeln sich derzeit in den Unternehmenszahlen oder in der Entwicklung der Aktienkurse wider.

Auch die Bilanz unserer beiden Fonds kann sich sehen lassen. Der Digital Leaders Fund erzielte bis Ende August eine Performance von knapp 13 Prozent, der EM Digital Leaders legte um 8 Prozent zu. Damit liegen beide Fonds auch in diesem Jahr deutlich über ihrer Benchmark und dem Nasdaq Composite. Die jährliche Performance des The Digital Leaders Fund liegt seit Auflegung im März 2018 bei knapp 12 Prozent; der EM Digital Leaders stieg seit Auflage im April 2021 jedes Jahr um 0,8 Prozent (Performance in Euro und per Ende August). 

Laut Citywire-Fondsranking ist der EM Digital Leaders in den vergangenen drei Jahren der performanteste EM-Fonds in Europa. Der The DLF liegt bei Citywire in seiner Peergroup im Dreijahreszeitraum auf Platz 12 von insgesamt 211 Fonds. Auch das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung.

Die guten Ergebnisse spiegeln sich auch in der Morningstar-Bewertung wider. Der EM Digital Leaders weist weiterhin 5 Morningstar-Sterne auf, der The Digital Leaders Fund kommt im Morningstar-Rating von drei Jahren auf 4 Sterne. Wer also Schwankungen ausgehalten und Ausdauer bewiesen hat, ist mit unseren Fonds sehr gut gefahren.

Woher stammen die größten Performance-Beiträge? Neben attraktiv bewerteten Kerninvestments wie Neben attraktiv bewerteten Kerninvestments wie BBVA, Nu Holding oder Kaspi sind es drei übergeordnete Themen, die ich hervorheben möchte. Und ich bin überzeugt, dass diese drei Themen auch in den kommenden Quartalen und vermutlich über Jahre hinweg einen wesentlichen Beitrag zur Performance unseres Fonds leisten werden: KI, die explodierende Stromnachfrage und die Stablecoin-Revolution.

Nirgends lässt sich der Siegeszug von AI so anschaulich beobachten wie an der Entwicklung der ChatGPT-App. Mit über 600 Mio. Downloads allein in diesem Jahr hat sie TikTok und Instagram überholt. Inzwischen wird die App von ihren Nutzern häufiger pro Monat verwendet als Reddit – und fast genauso oft wie X.

Die Monetarisierung ist in vollem Gange. OpenAI erzielt inzwischen einen annualisierten Umsatz von über 12 Mrd. Dollar. Sam Altmans Unternehmen zählt mit einer Bewertung von 500 Mrd. Dollar mittlerweile zu den wertvollsten der Welt. Der im B2B-Markt noch erfolgreichere Konkurrent Anthropic hat zuletzt 18 Mrd. Dollar bei einer Unternehmensbewertung von über 180 Mrd. Dollar aufgenommen. Der andere Sam, nämlich Sam Bankman-Fried, dürfte diese Entwicklung wohl zähneknirschend in einer Strafvollzugsanstalt in Kalifornien verfolgen. Seine FTX hatte 2021 noch 8 Prozent der Anteile an Anthropic erworben. Der Insolvenzverwalter veräußerte 2024 dieses Paket für 1,4 Mrd. Dollar – bei einer Bewertung von 18 Mrd. Dollar. 

Seit Jahren fragen AI-Skeptiker: Wann kommen endlich die „Killerapplikationen“? Mit den LLMs sind sie längst Realität. Zu den Opfern zählen ironischerweise einige der erfolgreichsten Softwareunternehmen – zumindest an der Börse. Trotz starker Zahlen gehören Aktien von Hubspot, Salesforce, Duolingo oder Wix in diesem Jahr zu den größten Verlierern. Statt auf Software-as-a-Service setzen die Börsen derzeit auf Inference-on-Demand.

Der „Demand“ und der Hunger nach „Compute“ sind so groß, dass selbst die Hyperscaler trotz massiver Investitionen in Multi-Gigawatt-Rechenzentren zusätzliche Kapazitäten zukaufen. Microsoft bucht Rechenleistung bei CoreWeave, Meta greift auf mehr Power von Google zurück, und Google sichert sich über eine Beteiligung an Terawulf zusätzliche Infrastruktur. Auch deshalb zählen Aktien unserer Portfoliotitel wie Nebius und Iren in diesem Jahr zu den größten Gewinnern.

Doch führen die Rekordinvestitionen der Hyperscaler nicht unweigerlich zu einem rapiden Margenverfall, fragen Skeptiker seit Monaten. Nein. Dank Trumps „Big Beautiful Bill“ können Unternehmen ihre CapEx bereits in den ersten Jahren vollständig abschreiben – und ihre Free-Cashflow-Margen trotz Rekordausgaben verbessern. Der Anreiz für Investitionen war nie größer.

Der neue Engpass für die Hyperscaler ist nicht mehr der KI-Beschleuniger von Nvidia, sondern der Zugang zu Strom. Laut Goldman Sachs könnte der Energiebedarf von Rechenzentren bis 2030 jährlich um rund 20 Prozent wachsen. Schon heute ist das US-Stromnetz mit der Nachfrage überlastet. Profiteure sind die Energieversorger. Trotz bestehender Zweifel geht Goldman Sachs davon aus, dass 40 Prozent dieser Nachfrage durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Zu den größten Gewinnern gehören IPPs, Gas- und Atomkraftwerke sowie regulierte Versorger.

Zum Thema Energie/Infrastruktur werden wir in Kürze eine sehr erfreuliche Nachricht veröffentlichen. Es ist kein Zufall, dass mein Kollege Stefan Hartmann bereits seit über einem Jahr regelmäßig zu diesem Thema schreibt. Seit Anfang des Jahres beraten wir einen Fonds im Umfang mehrerer hundert Millionen Euro, der genau in dieses Segment investiert. Nach dem Onboarding auf den Fondsplattformen in Deutschland werden wir dazu ausführlich berichten.

Ein weiterer säkularer Trend sind Stablecoins bzw. digitale Assets. In der aktuellen Ausgabe des Manager Magazins habe ich in meiner Kolumne erläutert, warum Coinbase als Infrastrukturanbieter für digitale Vermögenswerte einer der großen Gewinner sein dürfte. Meta ist ein weiterer offensichtlicher Gewinner, schon allein aufgrund der Dominanz seiner Plattformen, insbesondere im Globalen Süden. Weitere kleinere Kandidaten haben wir bereits in unsere Portfolios aufgenommen und werden sie im Rahmen von Deep Dives bald näher vorstellen.

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  • Baki Irmak

    Baki war viele Jahre in leitender Funktion für den Deutsche Bank Konzern und DWS tätig. Zuletzt u.a. als Global Head of Digital Business für die Deutsche Asset & Wealth Management und Mitglied im Digital Executive Commitee der Deutschen Bank. Seine berufliche Laufbahn hat er als Fondsmanager für Technologie, Telekommunikation und Medien bei BHF Trust begonnen. Danach war er Fondsmanager bei der Commerzbank und ABN Amro.

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Baki Irmak

Baki war viele Jahre in leitender Funktion für den Deutsche Bank Konzern und DWS tätig. Zuletzt u.a. als Global Head of Digital Business für die Deutsche Asset & Wealth Management und Mitglied im Digital Executive Commitee der Deutschen Bank. Seine berufliche Laufbahn hat er als Fondsmanager für Technologie, Telekommunikation und Medien bei BHF Trust begonnen. Danach war er Fondsmanager bei der Commerzbank und ABN Amro.

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