TSMC-Aktie: AI löst iPhone als Wachstumstreiber ab

19. April 2024

TSMC-Aktie Q1 2024

Wir haben bereits über die monatliche Umsatzentwicklung von TSMC berichtet. Nun hat das Unternehmen detaillierte Quartalszahlen veröffentlicht. Sie bieten aufgrund der Dominanz der Taiwanesen Aufschluss über die weltweite Entwicklung der Tech-Hardware. Unser Take zur TSMC-Aktie.

TSMC schlägt Erwartungen

Um es vorwegzunehmen: TSMC hat wieder starke Zahlen präsentiert. Der Umsatz ist in lokaler Währung YoY um 16,5 Prozent und der Gewinn um 9 Prozent gestiegen. Die Bruttomarge lag im ersten Quartal bei 53,1 Prozent, die operative Marge bei 42 Prozent. Die Zahlen fielen damit etwas stärker aus als von Analysten erwartet.

TSMC-Aktie, Zahlen zum ersten Quratal

Für das zweite Quartal sieht TSMC den Umsatz zwischen 19,6 Milliarden und 20,4 Milliarden Dollar, die Bruttomarge zwischen 51 und 53 Prozent und die operative Marge zwischen 40 und 42 Prozent. Mit Ausnahme der Bruttomarge liegen diese Zahlen leicht über den Erwartungen. Hohe Stromkosten und das April-Erdbeben werden die Bruttomarge im zweiten Quartal belasten.

AI floriert, Smartphones rückläufig

Der Umsatzanteil im Geschäft mit High-Performance-Computing (HPC) – unter anderem die KI-Beschleuniger für Nvidia und AMD – ist auf 46 Prozent angestiegen. Der Umsatz im Smartphone-Geschäft ist dagegen um 16 Prozent gefallen und macht jetzt nur noch 39 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Umsatz nach Segmenten im ersten Quartal 2024

TSMC-AKtie Umsatz nach Segmenten im ersten Quartal 2024

Quelle: TSMC

TSMC wächst deutlich stärker als der Markt

Das ist eine weitere Bestätigung für den Umsatzeinbruch von Apples iPhone-Geschäft (nach IDC minus 9,6 Prozent). Dagegen hält die AI-Nachfrage ungebrochen an. TSMC-CEO C.C. Wei: “Almost all the AI innovators are working with TSMC to address the insatiable AI-related demand for energy-efficient computing power. We forecast the revenue contribution from several AI processors to more than double this year and account for low-teens percent of our total revenue in 2024.” Das Unternehmen will nun den AI-Umsatz jährlich um 50 Prozent bis 2028 (vorher bis 2027) steigern. 2028 soll der Umsatzanteil mit AI dann auf circa 20 Prozent steigen. Erstmals zeichnet sich ab, dass die Abhängigkeit von Apple abnimmt. 

Für den Halbleitermarkt zeigt sich TSMC nicht mehr ganz so optimistisch wie noch ein Quartal zuvor. 2024 erwartet das Unternehmen ein Wachstum für Halbleiter (ohne Halbleiterspeicher) von nur noch 10 Prozent statt bisher über 10 Prozent. Der Foundry-Markt soll statt 20 Prozent nun „mid to high-teens percent“ wachsen. An den eigenen Wachstumszielen für 2024 hält TSMC allerdings fest. Im laufenden Jahr plant man mit einem Umsatzwachstum von 20 bis 25 Prozent.

TSMC-Aktie: Wohin geht die Reise?

Investoren haben unmittelbar negativ auf die Zahlen reagiert. Zum Handelsstart am Freitag hat die TSMC-Aktie gut 3,5 Prozent verloren. Das wird vermutlich eine Tagesbewegung bleiben. Bisher hat die TSMC-Aktie in diesem Jahr um gut 30 Prozent zugelegt (Performance-Zahlen in Euro). Die fundamentale Story ist intakt: Für AI-Innovatoren im Hardware-Geschäft führt kein Weg an TSMC vorbei. Das Unternehmen kann daher selbstbewusst verkünden, langfristig Bruttomargen von über 53 Prozent und ein ROE von über 25 Prozent zu erwirtschaften. Wir halten an unserer hohen Gewichtung der TSMC-Aktie in unserem Portfolio fest.

TSMC-Aktie Kursverlauf
TSMC-Aktie: Kursverlauf 19.04.23 - 18.04.24 in US Dollar
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Autor

  • Baki Irmak

    Baki war viele Jahre in leitender Funktion für den Deutsche Bank Konzern und DWS tätig. Zuletzt u.a. als Global Head of Digital Business für die Deutsche Asset & Wealth Management und Mitglied im Digital Executive Commitee der Deutschen Bank. Seine berufliche Laufbahn hat er als Fondsmanager für Technologie, Telekommunikation und Medien bei BHF Trust begonnen. Danach war er Fondsmanager bei der Commerzbank und ABN Amro.

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Baki Irmak

Baki war viele Jahre in leitender Funktion für den Deutsche Bank Konzern und DWS tätig. Zuletzt u.a. als Global Head of Digital Business für die Deutsche Asset & Wealth Management und Mitglied im Digital Executive Commitee der Deutschen Bank. Seine berufliche Laufbahn hat er als Fondsmanager für Technologie, Telekommunikation und Medien bei BHF Trust begonnen. Danach war er Fondsmanager bei der Commerzbank und ABN Amro.

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