Update zum DLF: Performance, Volumen, Käufe, Verkäufe und ein fulminanter Start ins neue Jahr

9. Januar 2020

The Digital Leaders Fund Jahresrückblick 2019 und Ausblick ins Börsenjahr 2020

Wir blicken auf ein bemerkenswertes Börsenjahr zurück. Im Jahr 2019 musste man sich schon sehr anstrengen, um an den Börsen Geld zu verlieren. Ob Aktien, Unternehmensanleihen, Gold oder Öl, fast überall konnte man zweistellige Renditen erwirtschaften. Vorausgesetzt man war investiert und man war entspannt investiert. Auch für das Jahr 2019 galt: Wer sich bewegt, hat verloren. Mit Markt-Timing und Weltuntergangsszenarien hat man viel Rendite liegen lassen.

Die internationalen Aktienmärkte waren mit Ausnahme der Sommermonate im Performancerausch. Dank Zinswende in den USA und historisch niedrigen Zinsen. Der S&P 500 konnte in lokaler Währung 25,5 Prozent, der Nasdaq 35 Prozent und selbst der DAX 25 Prozent zulegen. The Digital Leaders Fund hat im Kalenderjahr 2019 28,6 Prozent zulegen können. Das entsprach einer kleinen Unterperformance gegenüber unserer Benchmark im Jahr 2019.

Uns interessiert allerdings viel mehr die langfristige Entwicklung und das sieht viel besser für The Digital Leaders Fund aus: Seit Auflegung im März 2018  hat unser Fonds 39 Prozent, damit 11 Prozent mehr als die Benchmark, zulegen können. Mit einem fulminanten Start in 2020 haben wir die Outperformance seit Fondsauflegung aktuell nochmals ausbauen können.

Performance seit Auflegung von The Digital Leaders Fund im Vergleich zur Benchmark
Performance seit Auflegung von The Digital Leaders Fund im Vergleich zur Benchmark.

Fondsvolumen vervierfacht

Auch das Fondsvolumen hat sich sehr erfreulich entwickelt. Wir hatten das Jahr 2019 mit einem Volumen von circa 8 Millionen Euro gestartet. Heute verwalten wir über 37 Millionen Euro. Vielen Dank an alle Privatanleger, an unsere Vertriebspartner, an die Vermögensverwalter und an unsere ersten institutionellen Kunden für das Vertrauen aber auch für das regelmäßige Feedback.

Wir werden immer wieder gefragt, was denn unser Zielvolumen ist. Wir haben solche Ziele nicht formuliert. Wir graben uns lieber tief in die Geschäftsmodelle der Unternehmen ein, investieren bedacht und langfristig und bauen den Vertrieb aus. Wenn alles stimmt, dann wird das Fondsvolumen wachsen.

Wir haben keinerlei Liquiditätsrisiken bei unseren Titeln, da wir nur in Unternehmen über 1 Milliarde USD Marktkapitalisierung investieren. Im Schnitt haben unsere Werte eine Marktkapitalisierung von über 100 Milliarden Euro. Unser Investmentansatz würde deutlich mehr Volumen vertragen und wir sehen uns gut dafür gerüstet, mittelfristig einen wesentlich größeren Fonds zu verwalten.

Gewinner und Verlierer

Die besten Performer unter unseren Einzelwerten waren im Jahr 2019:

The Digital Leaders Fund Jahresrückblick 2019 - Beste Performer
The Digital Leaders Fund – Beste Performer in 2019.

Aber auch die Aktien von Alibaba, Facebook, Microsoft und MongoDB haben jeweils über 50 Prozent zulegen können.

Die schlechteste Performance lieferten:

The Digital Leaders Fund Jahresrückblick 2019 - Schlechteste Performer
The Digital Leaders Fund – Schlechteste Performer in 2019.

Allerdings haben wir mit Nutanix kein Geld verloren. Nach dem zwischenzeitlichen Crash bei der Aktie haben wir bei Kursen unter 20 USD beherzt und antizyklisch zugegriffen. Ähnliches gilt für Baidu wo wir unsere Position zu attraktiven Kursen aufgestockt hatten.

Zugänge und Abgänge

Wir hatten in 2019 etwas  mehr Bewegung im Portfolio als noch ein Jahr zuvor. Bei so extremen Marktbewegungen ist das allerdings auch notwendig gewesen. 2019 wurden neu ins Portfolio aufgenommen:

Im Jahresverlauf getrennt haben wir uns von folgenden Aktien:

  • EasyJet
  • Klöckner 
  • ING 
  • BMW Vz. 
  • Sailpoint
  • Green Dot
  • Twilio
  • Wix
  • Microsoft

Microsoft und Wix haben wir mit deutlichen Gewinnen verkauft. Beide Unternehmen halten wir aktuell nicht mehr für attraktiv bewertet, so auch Twilio. Die Aktien von EasyJet, ING, BMW und Klöckner sind hingegen günstig bewertet, allerdings wollen wir uns noch radikaler an Unternehmen orientieren, deren Digitalstrategie maßgeblich zu den Umsätzen beiträgt. Nennenswerte Verluste haben wir bei Green Dot und vor allem Sailpoint realisiert.

Fazit

Wir starten in das Jahr 2020 mit einem Portfolio, das attraktivere Bewertungsrelationen aufweist als im Vorjahr, weniger zyklisch ist und noch konsequenter auf die Erfolge der Digitalisierungsstrategie abstellt.

Die Vorzeichen für die Aktienmärkte sind weiterhin günstig. In den USA haben wir nominal und in Europa reale Negativzinsen. Ein Novum. So verrückt es auch klingt, künftige Gewinne und Cash-Flows haben somit mehr Wert, je später sie anfallen. Das ist gut für Unternehmen, die wachsen. Wir sind davon überzeugt, dass Wachstum im digitalen Zeitalter extrem ungleich verteilt sein wird. Den Digital Leaders gehört dabei die Zukunft.

Wir freuen uns sehr, dass immer mehr Investoren uns bei dieser Reise begleiten. Unsere Blogbeiträge  zu den Digital Leaders kommen sehr gut an. In 2019 verzeichneten wir auf www.thedlf.de knapp 100.000 Nutzer und über 450.000 Seitenaufrufe. Damit sind wir nur zwei Jahre nach der Gründung führend unter allen Investmentboutiquen in Deutschland (Ausnahme Flossbach von Storch, sofern man die überhaupt noch als Boutique bezeichnen kann), obwohl wir beim Volumen unseres Fonds nicht annähernd an die meisten herankommen.

Mittlerweile haben wir weit über 4.000 Newsletter-Abonnenten, das sind viermal so viel als noch vor 12 Monaten. Hier entsteht gerade eine sehr engagierte Investmentcommunity, mit der wir künftig noch intensiver diskutieren wollen. Uns motiviert dieses große Interesse, da wir viel Zeit ins Research stecken und dabei oft sehr unkonventionelle Wege gehen.

Vielen Dank an alle, die uns bisher begleitet und durch Investitionen, Anregungen und Kritik zum Erfolg von The Digital Leaders Fund beigetragen haben.
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Baki Irmak

Baki Irmak

Baki war viele Jahre in leitender Funktion für den Deutsche Bank Konzern und DWS tätig. Zuletzt u.a. als Global Head of Digital Business für die Deutsche Asset & Wealth Management und Mitglied im Digital Executive Commitee der Deutschen Bank. Seine berufliche Laufbahn hat er als Fondsmanager für Technologie, Telekommunikation und Medien für BHF Trust begonnen. Danach war er Fondsmanger bei der Commerzbank und ABN Amro.

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2 Antworten

  1. Lieber Baki,
    herzlichen Glückwunsch zu diesen großartigen Erfolgen! Eure Entwicklung ist schon atemberaubend, aber angesichts Eurer qualitativ höchstwertigen Inhalte auch absolut folgerichtig. Wünsche Euch, dass es auch 2020 so weitergeht!

    Etwas überrascht bin ich lediglich von Eurem Abschied von Microsoft. Bei einem Gewinnwachstum von über 20% sind sie mit einem EV / Nettogewinn von 34 meines Erachtens nicht sehr teuer, auch im Vergleich zu Facebook und Alphabet. Ein breiter Burggraben und ein hervorragender CEO bilden m.E. insgesamt ein Top-Investment. Vielleicht nicht mehr als High Growth Unternehmen, aber als hochqualitativen Dickfisch allemal. Stefan hatte ja einen Artikel zu Microsoft und Apple verfasst und beide als teuer bezeichnet. Für Apple stimme ich zu, für Microsoft nicht. Es fehlte mir in dem Artikel die Unterscheidung der völlig unterschiedlichen Wachstumsraten: während Apple’s Gewinn zuletzt nur um magere 7% gestiegen ist und der Umsatz sogar rückläufig war, beeindruckte Microsoft mit einem Umsatzwachstum von 14% und einem Gewinnwachstum von über 20%. Daher würde ich die beiden nicht in 1 Topf werfen.

    Beste Grüße,
    Gerrit

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