Hat der Iran von Russland gelernt, wie man die Weltwirtschaft in Geiselhaft nimmt? Das Kalkül scheint aufzugehen:
Die Disruption der Energieproduktion in den Golfstaaten trifft den Westen an seinem empfindlichsten Punkt.
Mein Name ist Stefan Hartmann, und aus aktuellem Anlass übernehme ich in dieser Woche das Editorial und analysiere, warum die aktuelle Krise den LNG-Markt härter trifft als das Ölgeschäft und was dies für die Anlagestrategie bedeutet.
Irans Russlands Playbook – maximale Disruption
Die Ereignisse im Nahen Osten haben das Thema Energiesicherheit wieder ganz oben auf die politische Tagesordnung gesetzt. Für Europa ist diese Frage besonders relevant. Trotz erheblicher Fortschritte bei der Diversifizierung der Energieversorgung bleibt der Kontinent weiterhin in hohem Maße von globalen Lieferketten abhängig.
Nach den Militärschlägen der USA und Israels gegen iranische Ziele startete Iran Vergeltungsangriffe mit Drohnen und Raketen auf Ziele in der Golfregion. Dabei folgt Teheran offenbar einem strategischen Kalkül, das bereits im Ukraine-Krieg zu beobachten war. Iran hat aus dem russischen ‚Playbook‘ gelernt, dass dem Westen durch die gezielte Disruption der Energieversorgung maximaler wirtschaftlicher Schaden zugefügt werden kann. Der Angriff auf die Öl- und Gasproduktion der Golfstaaten zielt darauf ab, die globale Inflation erneut anzuheizen. Zumindest kurzfristig geht das Kalkül auf. Der staatliche Energiekonzern QatarEnergy sah sich gezwungen, die LNG-Produktion vorübergehend zu stoppen. Katar ist einer der wichtigsten LNG-Produzenten der Welt: Rund 25 Prozent der globalen LNG-Exporte stammen aus dem Land.
Gasschock – Implikation für Europa
Dieser Konflikt macht deutlich, wie anfällig der LNG-Markt strukturell ist. Im Gegensatz zum Ölmarkt ist er wesentlich weniger flexibel. Zum einen ist die Produktion geografisch stark konzentriert. Zum anderen ist die Logistik von LNG deutlich komplexer. Die Lieferkette umfasst Gasproduktion, Verflüssigung, den Transport in speziellen LNG-Tankern und die Regasifizierung in Importterminals. Die globalen LNG-Kapazitäten sind weitgehend ausgelastet. Neue Anlagen benötigen Jahre bis zur Fertigstellung. Entsprechend reagieren Gaspreise bei Angebotsstörungen deutlich sensibler als Ölpreise.
Was bedeutet das für Anleger? Kurzfristig profitieren die großen Energiekonzerne. Doch das könnte sich nach einem möglichen Regimewechsel im Iran komplett umkehren. Der Gasschock und die Raketen am Himmel der Golfstaaten sollten Europa darin bestärken, weiter in die eigene Verteidigungs-, Energie und KI-Infrastruktur zu investieren.
Rally der Infrastruktur Assets
Infrastruktur-Assets bieten Investoren einzigartige Eigenschaften mit häufig niedrigeren Risiken und stabileren Erträgen als reine Energieproduzenten. Der Grund liegt in ihren Geschäftsmodellen:
- Einnahmen sind häufig volumenbasiert oder durch langfristige Verträge abgesichert
- Cashflows sind strukturell stabiler und weniger volatil
In diesem Kontext würde ich gerne Werbung für einen besonderen Fonds machen. Seit Februar 2025 manage ich den täglich handelbaren Patrizia Low Carbon Core Infrastructure Fund (LCCIF). Core-Infrastruktur bildet das funktionale Rückgrat moderner Volkswirtschaften.
Diese Assets weisen drei zentrale Eigenschaften auf:
- Sie sind nicht substituierbar.
- Sie sind langfristig reguliert.
- Und sie sind politisch gewollt.
Systemrelevante Infrastruktur folgt daher anderen Regeln als klassische zyklische Geschäftsmodelle. Daraus entstehen Ertragsprofile, die am Kapitalmarkt inzwischen selten geworden sind: strukturell abgesicherte und langfristig stabile Cashflows.
Patrizia Low Carbon Core Infrastructure Fund (LCCIF)
Der Fonds blickt inzwischen auf eine zehnjährige Historie zurück und erzielte in diesem Zeitraum eine durchschnittliche jährliche Rendite von 8,3 Prozent nach Kosten – bei einem der niedrigsten Risikoprofile, das ein globaler Aktienfonds aufweisen kann.
Auch die jüngere Entwicklung unterstreicht die Stabilität der Strategie. Im Jahr 2025 erzielte der Fonds eine Performance von 11,4 Prozent. Während der Zollturbulenzen an den globalen Aktienmärkten in den ersten fünf Monaten des Jahres 2025 konnte der Fonds in jedem einzelnen Monat eine positive Performance erzielen.
Auch das Jahr 2026 begann beeindruckend positiv. Der Fonds verzeichnet aktuell eine Year-to-Date-Performance von 9,8 Prozent.
Wenn Sie Interesse an weiteren Informationen zum Fonds haben, wenden Sie sich gerne an Carlos Böhles von XO. Capital Partners. E-Mail:
Carlos wird uns künftig als Placement Agent beim Vertrieb von The Digital Leaders Fund und EM Digital Leaders unterstützen, und er wird maßgeblich den Vertrieb des LCCIF vorantreiben.
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Stefan schaut auf eine mehr als 20-jährige Erfahrung in den Bereichen Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Derivate und Hedge Funds zurück. In seiner Tätigkeit als globaler Leiter des Quantitativen Research Teams bei ABN AMRO, hat er über 300 institutionelle Kunden in den USA, Europa und Asien zu allen Fragen des Investment Prozesses beraten. Zuvor war er 10 Jahre bei Salomon Smith Barney als Leiter des quantitativen Research Teams für Europa tätig, wo er Top Rankings in den großen Research Surveys erzielte. Stefan hat über 50 Research Veröffentlichungen zu allen Aspekten des Investment Prozesses in Aktien, festverzinsliche Wertpapiere und Währungen publiziert.



