Apple Event 2023: Wonderlust und China-Frust

15. September 2023

Am Mittwoch fand Apples alljährliche Produktvorstellung mit Kultstatus statt. Das Apple Event mit 30 Millionen Views wurde aber von der Nervosität von Investoren überschattet, die um das China-Geschäft des iPhone-Herstellers bangen. Wir sind tief in die Apple Produktwelt 2023 eingetaucht und ordnen das aktuelle Geschehen auch im Hinblick auf die Entwicklung der Apple-Aktie in den richtigen Kontext ein.

Ein Jahrzehnt ist es her, dass Apple-Fans nächtelang anstanden, um ein iPhone der fünften Generation als erstes in den Händen halten zu dürfen. Die eher inkrementellen Verbesserungen der letzten Jahre haben dazu geführt, dass lange Schlangen vor den Apple Stores rar geworden sind. Gerade deshalb fiebert die Apple-Gemeinschaft der jährlichen Produktshow entgegen. Das gilt auch für die Anleger in der Apple-Aktie. Am Mittwochabend war es soweit: Apple präsentierte im weltweiten Stream die neueste Produktgeneration des iPhones und der iWatch. Das Apple Event wurde in Anlehnung an den Ende des 19. Jahrhundert in der deutschen Literatur populären und danach anglisierten Begriff „Wonderlust“ genannt. Der Begriff verkörpert die Sehnsucht nach Wundern.

Wem das 90 Minuten Replay der Präsentation zu lang ist: Als Extrem-Nutzer der mobilen Apple Produkte verfolge ich die Verbesserungen mit großem Interesse und möchte wie bereits letztes Jahr beleuchten, welches oder welche der Geräte aus meiner Sicht einen Kauf rechtfertigen – und ob die 2023 Produktpalette tatsächlich neue Wunder-Applikationen enthält, die das Apple Ökosystem (lies: Imperium) weiterbringen und den Umsatz steigern können.

 1. Das iPhone 15 / iPhone 15 Pro: Titan oder iTitanic?

Apple hat es in den letzten Jahren verstanden, den Umsatz weg vom iPhone zu diversifizieren. Vor allem Dienstleistungen haben zunehmend an Bedeutung gewonnen, wie die untere Grafik zeigt. Dennoch macht das iPhone immer noch die Hälfte der Umsätze aus und – machen wir uns nichts vor – ohne das Core Gerät gäbe es auch keine Accessoires und keine Services. Das iPhone bleibt der Nukleus des Apple-Ökosystems im Konsumbereich.

 Apple Umsatz nach Produktkategorie 2015 bis 2023

Apple Event Umsatz nach Produktkategorien+
Quelle: Apple

Apple – viel Frust mit China

Die stagnierende Verkaufskurve der letzten Jahre reflektiert, dass sich die Verbesserungen beim iPhone in nur kleinen Schritten vollziehen. Es gibt aber noch einen anderen Grund: Der geografische Schwerpunkt hat sich deutlich verlagert. Im Jahre 2015 wurden noch mit 71 Millionen die meisten Telefone in China verkauft, 2022 waren es nur noch 44 Millionen. In Amerika stieg die Zahl der Einheiten dagegen stetig von 70 Millionen auf zuletzt 100 Millionen Einheiten an. Auch Europa hat mit einem Wachstum von 34 Millionen auf 56 Millionen an Bedeutung gewonnen. Die Verkaufszahlen in Japan liegen seit jeher bei rund 15 Millionen. Die Zahl der verkauften iPhones im Rest Asiens kletterte seit 2015 von zwölf auf 17 Millionen verkaufte Einheiten. Die Bedeutung Chinas dürfte meines Erachtens in den nächsten Jahren sogar noch weiter abnehmen. Aber dazu gleich noch mehr, jetzt erstmal zu den neuen Geräten.

Die Entwicklung der IPhone Verkäufe in Quartalen

Apple-Aktie Apple Event Eintwicklung der IPhone Verkäufe
Quelle: Apple

Vorab: Auch in diesem Jahr erhöht Apple in den USA die Preise nicht – genauer gesagt: nicht bei den Einstiegsmodellen. Das moderate Pricing bringt es aber mit sich, dass die meisten iPhone 15 Modelle mit dem A16 Bionic den Chip aus der letztjährigen Generation der IPhone Pro erhalten.

Hurra: EU-Zwang bringt Apple-Nutzern den UBS-C

Kommen wir aber zuerst zu den Neuerungen. Fangen wir mit der von der EU zwangsverordnete Umstellung des IPhone Ladekabels auf das bereits seit geraumer Zeit im iPad eingebaute USB-C an. Als Heavy-User muss ich unsere oft gescholten Behörden hier ausdrücklich loben: bisher hatte ich nicht nur zwei verschiedene Kabel im Büro und zu Hause, sondern auch auf Reisen immer dabei. Für Apple dürfte das zukünftig einen Umsatzrückgang bei den oft hochpreisigen (lies: überteuerten) Accessoires bedeuten. 

Wer jetzt aber noch sein altes iPhone weiter nutzen möchte, erhält eine weitere Wucher-Option: Der neue Übergangsadapter von USB-C auf den zukünftig obsoleten Lightning Stecker schlägt mit 29 Dollar zu Buche, in Deutschland sind es gar 35 Euro.

ESG-Leader mit Cringe-Beigeschmack

Einschub zu ESG: Das Apple Event war durch einen 5-minütigen Einschub einer zum Teil skurrilen Einlage gekennzeichnet, bei der eine mürrisch-skeptisch-humorvolle Mutter Natur wie der Wind in den Raum wehte und das Apple Team zur Rede stellt. Apple zeigt sich bemüht in Sachen Naturschutz und das ist gut: Viele Bauteile werden jetzt aus recycelten Materialien hergestellt. Sind hier aber Wunder vollbracht worden? Es gibt durchaus Greenwashing-Vorwürfe

Meiner Meinung nach hat das Festhalten an einem proprietären Steckerformat bis zuletzt zu einer Unzahl völlig unnötig hergestellter und, wie sich gleich auch herausstellt, technologisch minderwertiger Lade-/Datenkabel geführt. Das passt einfach mit dem hohen ESG-Ross nicht zusammen, auf dem Apple reiten möchte. Meine Kollegen bei Pyfore haben sich indes vorbildlich verhalten, seit Jahren keine neuen Kabel gekauft und einfach meins benutzt.

Aus der Not eine Tugend gemacht

Da wir uns auch im Jahre 2023 alle unbedingt unter voller Bildkontrolle selbst fotografieren müssen, muss eine Kamera visuell in das Display integriert werden. Die kreativen Köpfe bei Apple haben mit Dynamic Island im letzten Jahr beim Pro Modell eine Funktionalität eingeführt, bei dem das kleine Fenster am oberen Rand ein Eigenleben als Shortcut für verschiedene Funktionen bekommt. Diese Funktionalität gibt es jetzt noch einmal, deutlich verbessert, in allen Modellen der neuen iPhone Generation. Sehr schön.

Quantensprung beim Apple-Chip

Die gemeinen Modelle erhalten dieses Jahr den bereits aus dem letztjährigen iPhone 14 Pro bekannten A16 Chip. Der zusätzliche Ultra Wideband Chip der zweiten Generation ermöglicht eine deutlich verbesserte Kommunikation mit externen Geräten. Das hilft vor allem auch beim Suchen verlegten Zubehörs in der Sofaritze. Wie im letztjährigen Pro Model, verfügen jetzt alle iPhones über eine 48 Megapixel Kamera (bisher mickrige 12 Megapixel). Keine Verbesserung gibt es bei der Batterie: Wie bereits das letzte Modell soll das iPhone 15 bis zu 20 Stunden lang Videos spielen können, im größeren Plus sogar 26 Stunden. 

Dank des Qi2 Standards soll das neue Iphone zukünftig auch mit Drittgeräten mit 15 Watt (bisher 7,5 Watt) schneller drahtlos aufladen können. Diese Geschwindigkeit geht bisher nur mit den firmeneigenen MagSafe Accessoires. Allerdings müssen wir uns noch bis zur Zertifizierung gedulden. 

Farbenfroh präsentiert sich die neue Farbpalette des Aluminium-Gehäuses. Ein Babyblau, ein Girly-Rosa, ein Zitronengelb, ein Mint und ein altbewährtes schwarz. Ich habe mir im Dunstkreis von Pyfore Capital die Expertise von Teenager-Userinnen geholt: der neuen Generation gefallen die Farben.

Bei den neuen Modellen hat sich Apple mit Preiserhöhungen auch dieses Jahr wieder zurückgehalten, sie bleiben gleich. Das könnte angesichts der stagnierenden Absatzzahlen auch Folgen für die Apple-Aktie haben. Aber dazu weiter unten mehr.

Iphone 15 Pro: Der Titan erhält ein passendes Gewand

Das Kleid des iPhone Pro besteht aus einer laut Apple aus der Raumschifffahrt stammenden Titanlegierung in vier gesetzteren Farben, die dem farblichen Line-up länger vergangener Tage ähneln, Titan natur, Titan blau (mein persönlicher Favorit), Titan weiß und Titan schwarz. (Rosé-) Gold? Fehlanzeige. Hat es etwas mit der verringerten Bedeutung des russischen und des chinesischen Marktes zu tun? Ich weiss es nicht. Aufgrund der matten Textur sollen Fingerabdrücke weniger sichtbar sein als auf dem glänzenden Vorgängermodell. Das Titangewand ist mit 8,25 mm zwar um 0,4 mm dicker als der Vorgänger, hat aber mit 188 g rund 18 g an Gewicht abgespeckt. Man soll den Unterschied angeblich spüren.

Das High-end-Modell unter den iPhones hat eine Reihe neuer Features: Der neue A17 Bionic Chip basiert auf der neuen 3 Nanometer Technologie von TSMC und hat 19 Millionen Transistoren, beim Vorgängermodell (mit 4 Nanometer Basis) waren es noch 16. Der Neural Engine, ein Bereich auf dem Chip, der dem sogenannten maschinellen Lernen vorbehalten ist, ist jetzt mit 35 Billionen Operationen pro Sekunde mehr als doppelt so schnell wie im Vorgängermodell. Neben Bilderkennung und Verarbeitung ist das auch für die Konvertierung von Sprache zu Text relevant. Gut für mich, denn ich diktiere, manchmal zur Belustigung meiner Kollegen, seit geraumer Zeit meine Artikel. Das sollte künftig noch besser klappen. 

In Verbindung mit dem neuen USB-C Port überträgt der neue Chip jetzt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 10 GB pro Sekunde. Man kann es nicht anders sagen: Das aktuelle Pro ist mit seinen Lightning Port und 480 Mb/s damit offiziell eine lahme Gurke. Außerdem soll das Pro auch deutlich schneller laden, das muss aber noch “fact-geladen” werden. Spieler können sich über einen 20 Prozent schnelleren GPU freuen. Der Hammer zum Schluss: der neue Chip spart Strom, die Pro-Modelle sind angeblich mit 23 beziehungsweise 29 Stunden Videowiedergabe 15 Prozent länger im Betrieb als ihre billigen Brüder.

Kamera

Als Hobby-Landschafts-Fotograph schätze ich außerdem die neue 120 mm Linse mit 5-facher Vergrößerung. Denn: Bei Spiegelreflexkameras sind Teleskoplinsen doch eher lang und unhandlich. Die Tetraprisma Konstruktion, eine gefaltete Glasstruktur unter der Linse, reflektiert die Lichtstrahlen vierfach. Dadurch kann sich das Licht länger im selben Raum bewegen. Trotzdem bleibt bei Pro-Käufern aber ein wenig Platz für Neidgefühle: das Samsung Galaxy S. 22 ultra schafft 10-fache Vergrößerung

Außerdem ist es möglich, „Spatial Videos“, also 3-D Videoaufnahmen zu machen, die man dann nächstes Jahr mit dem circa 3500 Dollar teuren Vision Pro Headset ansehen kann. Hmmm.

Display

Aus dem Apple Event geht auch hervor, dass die Leistungsdaten des Display gleich bleiben werden (Helligkeit 2000 NIT), allerdings ist die Bildwiederholungsrate bei dem Pro jetzt flexibel (10-120 Hz), bisher waren sie bei 60 Hz fixiert. Das ermöglicht mehr Dynamik beim Spielen und spart Strom bei Videos. Außerdem hat der Rand von 2,17 mm auf sensationell dünne 1.55mm abgespeckt: Was das für die Kratzfestigkeit und Stabilität im Falle des Falles bedeutet, wird man sehen müssen. Es ist schade, das schöne Stück in einer Hülle zu verstecken. Es wäre aber auch schade, wenn aus dem Titanen des Sortiments ein zerbrochenes und zerkratztes iTitanic würde.

Silent-Mode Schalter (†)

Außerdem entfällt der einzige physische Schalter am iPhone, der das Gerät bisher lautlos stellte (Silent Mode) und wird durch einen taktilen Druckknopf ersetzt, ob der jetzt wahlweise das gleiche wie bisher tut, die Kamera oder die Taschenlampe einschaltet, ein Voice Memo aufnimmt, oder einer der zahlreichen anderen Optionen ausführt. Ich war ehrlich gesagt angesichts der heutigen lauten Test Warnung der Bundesregierung noch ganz zufrieden, dass ich den Silent Mode meines aktuellen Gerätes wie gehabt unter der Fingerkuppe hatte. Viele andere Smartphone-Nutzer fummelten noch minutenlang unter lautem Gepiepse an ihren Geräten herum. RIP.

Wer jetzt das Top-Modell erwerben möchte, muss  noch etwas tiefer in die Tasche greifen. Der Preis für die Pros liegt noch einmal 100 Dollar über den bereits stolzen 1200 Dollar, die für das Vorgängermodell aufgerufen wurden.

2. Apple Watch / Watch Utra: Wunder-Geste mit 2 Fingern?

Die Verkaufszahlen des Minicomputers am Handgelenk hat Apple trotz Unkenrufen seit 2015 jedes Jahr stetig steigern können. 2022 sind es dank der Einführung der Ausführung “Ultra” 54 Millionen (Vorjahr 46 Millionen) Stück gewesen.

De Neue SIP 9 Chip, ein großer Sprung nach den moderaten Veränderungen von S6 bis S8, kommt mit Ultrabandchip, einem 4 Core Neural Engine, doppelt so hellem Display und On Device Siri. Das ist überfällig: Bisher war Siri auf der Watch ziemlich machtlos. Sogar das Einstellen eines Weckrufes erforderte eine Internet-Verbindung. Der Chip ist auch energieeffizienter.

Wunder-Geste?

Das entscheidende neue Feature soll das doppelte Zusammen-Tippen von Zeigefinger und Daumen werden, das vermutlich ein Beiprodukt der Vision Pro Entwicklung ist. Damit kann man (beispielsweise beim Fahrradfahren mit iPods im Ohr) Anrufe annehmen oder beenden, oder (bitte nicht auf dem Fahrrad) die Kamera des Iphones fernbedienen und durch einen Stapel von Widgets scrollen. 

Wer es übrigens bisher verpasst hat, ein Abdecken mit der Handfläche bringt die Watch zum Schweigen. 

Auch die optisch unverändert robuste iWatch Ultra der zweiten Generation bekommt den S9 SIP. Das Display schafft aber noch hellere 3000 Nits. Dazu gibt es ein neues Gesicht für die Ultra, das jetzt die Ränder für mehr Informationen auf einen Blick nutzt. Zuviel? Eine Geschmacksfrage.

Apple Event Watch

Auch hier gute Nachrichten für den Konsumenten beim Preis, der über dem Vorjahr, wenngleich auf hohem Niveau, unverändert bleibt.

3. AirPods Pro: Im Ohr nichts Neues

Es gibt zwar kein neues Modell, dafür wird das aktuelle Modell ab sofort auch mit USB-C Anschluss verkauft. Bis zum nächsten Upgrade bleibt mein Lightning Kabel also noch im Gepäck.

4. Resümee des Apple Events und der Implikationen für die Apple-Aktie

Die neuen Features dürften im Zusammenhang mit den stabilen Preisen den einen oder anderen zum Upgrade bewegen. Insbesondere das elegantere Top-Modell des Iphones erscheint attraktiv.  

Wer nicht anstehen will, für den gibt es in der Apple Store App einen Trick für den Verkaufsstart: man kann sich nach dem Event das konfigurierte Modell bereits vorab in die Einkaufstasche legen und hat dann zum heutigen Verkaufsstart um 14 Uhr eine Nasenlänge Vorsprung. In Europa sind die Preise ja leider seit jeher höher. Wechselkursbedingt kommt es aber in diesem Jahr zu Preissenkungen gegenüber den Vorgängermodellen. Wer gerade knapp bei Kasse ist, kann den Kaufpreis außerdem ohne Zinskosten über 24 Monate strecken (BNPL).

Das Ökosystem von Apple entwickelt sich kontinuierlich weiter, wenngleich die Wonderlust auch dieses Jahr bestehen bleibt. Die Preissteigerungen kommen am oberen Ende der Produktpalette, was bei der eher wohlhabenden Klientel durchsetzbar erscheint. Die Kursbewegung der Apple-Aktie, seit dem Event 2022 minus 5 Prozent, kann man dahingehend interpretieren, dass die meisten Investoren vom Umsatzwunder-Potential der neuen Produktgeneration nicht überwältigt waren. Des Konsumenten Freud, des Aktionärs leid: Keine wesentlichen Preiserhöhungen.

Vielleicht liegt es aber auch eher an den Unsicherheiten in China. Dabei war China in den letzten Quartalszahlen mit im Jahresvergleich plus 7 Prozent verkauften iPhones noch ein Lichtblick gewesen (insgesamt waren es minus 4 Prozent).

Dann präsentierte Huawei Anfang September überraschend die neuen Smartphones Mate 60 / Mate 60 Pro und das ziemlich coole faltbare Mate X5, die nicht nur für Aufregung im Westen sorgten, weil man sich dort fragte, wie die sanktionierte Gesellschaft an die notwendigen Komponenten heran gekommen ist, es kursieren Videos von Menschenmassen mit einem Kameraschwenk auf einen leeren Apple-Store als Negativ-Kontrast. Um die Kirche im Dorf zu lassen, der offenbar bei SMIC produzierter 7nm-Chip Kirin 9000S kann Apple Chips nicht das Wasser reichen. Das müssen Sie aber auch nicht. 

Vor einer Woche berichtete das Wall Street Journal, China würde Staatsbediensteten und Mitarbeitern staatlicher Unternehmen die Nutzung der Apple Produkte untersagen, die Apple-Aktie brach ein. Mit einigen Tagen Verzögerung wurde ein Verkaufsstopp von staatlicher Seite vage dementiert, aber die Bedeutung sicherheitsrechtlicher Bedenken wurde durchaus eingeräumt. Morgan Stanley spricht von einer Überreaktion der Anleger.

Ich bin mir da nicht so sicher. Das seit Jahren schrumpfende China-Geschäft dürfte weiter unter Druck bleiben. Auch wenn es nicht zu einem expliziten Verbot kommen dürfte, da für China als Produktionsstätte zu viel auf dem Spiel steht, werden viele Chinesen zwischen den Zeilen lesen und zukünftig patriotisch orientiert bei Huawei & Co. kaufen. Umso schwieriger wird es für Apple, die Verkaufszahlen zu erhöhen.

Die Apple-Aktie ist in den vergangenen Jahren von Hoch zu Hoch geeilt. Mit einem 2023 KGV von 29 und einem EV/Ebitda von 21 ist Apple nicht gerade günstig bewertet. Qualität hat ihren Preis: Die Bruttomarge expandiert dieses Jahr noch einmal auf starke 44 Prozent. Außerdem dominiert kein Unternehmen sein digitales Ökosystem besser. 

Wir warten gespannt weiter auf Neuigkeiten zu einem neuen potentiellen Wundergerät: dem Apple Automobil. Das iCar würde nach vielen Jahren des Wartens die Hoffnung auf ein beschleunigtes Wachstum bei Apple erheblich beflügeln. Aber auch die Weiterentwicklung des im nächsten Jahr in der ersten Iteration kommenden Virtual Reality Headset könnte zum Gamechanger werden. Bis dahin müssen wir uns wohl weiter mit kleineren, inkrementellen Verbesserungen der bestehenden Produktpalette begnügen.

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Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar. Bitte beachte die rechtlichen Hinweise.

Autor

  • Steffen Gruschka

    Steffen war von 1998 bis 2006 im Fondsmanagement der DWS als Leiter Aktien Osteuropa tätig und dort für bis zu 5 Mrd. Euro AuM verantwortlich. Er wurde für seine Arbeit als Fondsmanager mehrfach prämiert u.a. wurde er von der Zeitschrift Finanzen 2003 mit dem DWS Russia als Fondsmanager das Jahres ausgezeichnet. Anschließend machte er sich in London selbständig und verwaltete über 10 Jahre lang Hedge Fonds. Anfang 2021 stieg er als Partner bei Pyfore Capital ein und ist seither für das Fondsmanagement des EM Digital Leaders verantwortlich.

Steffen Gruschka

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Steffen war von 1998 bis 2006 im Fondsmanagement der DWS als Leiter Aktien Osteuropa tätig und dort für bis zu 5 Mrd. Euro AuM verantwortlich. Er wurde für seine Arbeit als Fondsmanager mehrfach prämiert u.a. wurde er von der Zeitschrift Finanzen 2003 mit dem DWS Russia als Fondsmanager das Jahres ausgezeichnet. Anschließend machte er sich in London selbständig und verwaltete über 10 Jahre lang Hedge Fonds. Anfang 2021 stieg er als Partner bei Pyfore Capital ein und ist seither für das Fondsmanagement des EM Digital Leaders verantwortlich.

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