Nicht sehr oft entdecke ich die Aktie eines noch relativ unbekanntes Softwareunternehmens, das eine Lösung für ein wachsendes Problem anbieten kann, welches fast jeder Unternehmenskunde hat.
Noch viel seltener ist, dass diese Company weit und breit das einzige Unternehmen ist, das eine überzeugende Lösung für dieses Problem präsentieren kann.
Soll heißen: Man ist “First Mover” in einem neuen Markt-Segment mit allen Vor- und Nachteilen einer solchen Markt-Position.


4 Responses
Hallo Stefan, vielen Dank für deinen hoch interessanten Blog. Hier kann man viel lernen. Es gibt viele interessante Unternehmen im “digital leaders” Bereich. Es ist aber schon ziemlich schwer, an die Daten zur Bewertung zu kommen. Was hältst du von Avalara?
Viele Grüße, Torsten.
Hi Torsten, vielen Dank für das positive Feedback. Avalara gehört für mich zu den gehypten IPO’s der letzten Zeit, die ich völlig überteuert finde. 25% Wachstum bei einem Steuer-Software-Unternehmen, warum sollte das mehr als den 10-fachen Umsatz wert sein? Nein, das ist völlig abgehoben und solche Post-IPO-Bewertungen stimmen mich generell sehr nachdenklich was den Zustand des Gesamtmarktes an den Technologiebörsen angeht. Bitte lass mich wissen, falls ich auf die Schnelle irendwas übersehen habe bei Avalara. Das Wachstum müsste sich schon deutlich beschleunigen, damit die aktuellen $3 Mrd. Unternehmenswert gerechtfertigt sind.
Hi Stefan,
die Story klingt hochinteressant. Bei dem rasanten Anstieg der Techs wird es aber wohl immer schwieriger, aussichtsreiche Investments zu finden. Was passiert, wenn der Tech-Aufschwung plötzlich dreht, die Aktie nach unten rauscht und Niemand eine Kapitalerhöhung bei einem Unternehmen mittragen will, das noch Verluste schreibt.
Ich nehme an, die Gewichtung in Eurem Fonds hält sich in Grenzen. Wie Du aber bei stw-boerse.de geschrieben hast: “Nicht investieren aus Angst vor der Korrektur ist auch keine Lösung!”
Und der Fonds hat ja schon ein gutes Polster in der kurzen Zeit aufgebaut!
Viel Erfolg weiterhin
Thomas
Hallo Thomas,
Du sprichst einen guten Punkt an: tatsächlich investiert der Fonds i.d.R. nur in Unternehmen, die zumindest nahezu Cashflow Break even sind. D.h. wir investieren grundsätzlich nicht, wenn für das weitere Wachstum eine Kapitalerhöhung unumgänglich ist. Das gibt uns die Zuversicht, dass unsere Unternehmen auch eine schlechte Börsenphase (in der Kapitalerhöhungen nicht mehr zu vernünftigen Konditionen möglich sind) gut überstehen werden. In einer solchen Phase wird natürlich der Aktienkurs leiden, aber die Unternehmensentwicklung nicht unbedingt in gleichem Maße.
VG Stefan